Donnerstag, 2. November 2017

Parkett mal anders: Kreative Idee abseits von rechteckigen Parkettstäben

Heutzutage ist es ja schon schwer genug einen Parkettmeister zu finden, der noch massives Parkett überhaupt verlegt - und das korrekt. Die wenigsten lassen auch die Parkettstäbe noch selbst anfertigen und nehmen keine Standardgrößen. Viele wollen leider nur das schnelle Geld und es wird zu einem horrenden Preis ein Laminat oder Fertigparkett angedreht.

Umso erfreulicher, wenn man hin- und wieder sieht dass es Leute mit kreative Ideen gibt, die auch das notwendige handwerkliche Geschick und die notwendige Zeit besitzen, um etwas wirklich tolles zu erschaffen.

Hier ein super Beispiel, wie man statt langweiligen Parkettstäben auch mal Geckos verlegen kann:

Parkett mal anders: kleine Geckos statt Parkettstäbe.

Freitag, 3. März 2017

Muss man Parkett unbedingt abschleifen oder kann man es direkt ölen?


Muss man Parkett unbedingt abschleifen oder kann man es direkt ölen?

Die knappe Antwort ist: Geöltes Parkett kann (muss regelmässig) einfach nachgeölt werden.

Lackiertes Parkett muss zuvor abgeschliffen werden.

Geöltes Parkett muss dann abgeschliffen werden, wenn es zu viele Kratzer oder sonstige Flecken hat - die man sonst nur sehr aufwendig wegbekommt. Im Zweifelsfall einfach abschleifen und neu ölen - schon ist es wieder wie neu. Dies gilt natürlich nur bei massivem Parkett - bei Fertigparkett könnte die Nutzschicht nicht (mehr) ausreichen.

Hier ein passendes Video zum Thema - wenn auch eher ein Werbevideo für ein bestimmtes Produkt.


 

 

 

 

Muss ich nachölen?

 

Oft reicht auch erstmal eine vernünftige Reinigung oder ein "Bonern" - d.h. mit einer Bohnermaschine und einem schwarzen Pad den Schmutz entfernen, mit einem grünen Pad das Pflegemittel einmassieren und im Anschluss mit einem weißen Pad glatt polieren.


Eine Bonermaschine sieht z.B wie folgt aus (in diesem Fall eine Einscheibenmaschine)

 

Wie wurde früher Parkett abgeschliffen?

 

Auf dem Bekannten Gemälde "Die Parkettschleifer" - sieht man gut, dass Parkettschleifen auch ohne Maschine geht - denn früher gab es keinen anderen Weg - Parkett gab es ja schon wesentlich länger als strombetriebene Maschinen. Beispielsweise gibt es die Bad Mergentheimer Parkett Firma Bembé bereits seit 1780 - und in Schlössern wurde Parkett sicher schon wesentlich länger verbaut.

Ähnliches Foto 

Die ersten Fußbodenbeläge aus Holz gab es in Europa bereits im Mittelalter. Mit dem heutigen Parkett hatte der Boden aber noch nicht viel gemein. Damals wurden vielmehr rohe Bohlen einfach nebeneinandergelegt.

Seit dem 15. Jahrhundert wird Parkett in Frankreichs Schlössern verlegt.


Erst im 16. Jahrhundert begann das Zeitalter des Parketts, wie man es heute kennt: Die Dielen wurden repräsentativer, wurden in Mustern eingesetzt, das Holz wurde behandelt, um es zu färben.
Prunkvoll wurden vor allem die Böden in den Adelshäusern und Palästen: Exotische Hölzer wurden verarbeitet, ebenso wie verschiedene heimische Hölzer in unterschiedlichen Farben. Sie wurden in Form von flachen Tafeln auf den Boden aufgebracht.

Was sind die Probleme vom Abschleifen und Ölen?

Das Hauptproblem beim Abschleifen ist der Staub - der sich überall im Haus oder der Wohnung festsetzt, wenn man vorher nicht alles herausgeräumt hat. Es gibt alllerdings auch Maschinen für staubfreies Parkettschleifen. Diese sind wesentlich teurer und nicht alle Dienstleister arbeiten damit.

Das Problem von Ölen ist, dass es mehrere Tage stinkt - wird in den ersten beiden Tagen nicht möglichst gut durchgelüftet - dauert es auch wesentlich länger.

Auch sollte man darauf achten, ob das Parkettöl giftig ist oder allergische Reaktionen auslösen kann. Am besten ein möglichst gesundes Parkettöl verwenden (lassen).